„Neuauflage“ der Deutschen Meisterschaften im Stabhochsprung

- Beim JUMP & FLY in Mössingen wird über die Tickets für Tokio entschieden
- Premiere für Dreisprung

(DieSch) Die deutsche Stabhochsprungelite will das JUMP&FLY am Freitag in Mössingen für die Qualifikation zur Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Tokio nutzen. Es kommt im Ernwiesenstadion bei den Männern zu einer Revanche der Deutschen Meisterschaften des vergangenen Wochenendes in Braunschweig. Dort hatte sich mit einer großartigen Steigerung Oleg Zernikel mit der Olympiaqualifikation von 5,80 m den Deutschen Meistertitel geholt. Er hat damit sein Ticket nach Tokio bereits in der Tasche. Zernikel, der Vorjahressieger des JUMP&FLY, wird auch dieses Jahr in Mössingen wieder mit dabei sein. Für die in Braunschweig hinter Zernikel platzierten Bo Kanda Lite Baehre, Raphael Holzdeppe und Torben Blech geht es in Mössingen dagegen nochmal um das große Ziel Tokio. Sie haben Qualifikationshöhe von 5,80 m im Visier. Und der philippinische Meister und Asienmeister Ernest Obiena springt zum wiederholten Male beim JUMP&FLY. Er hält den seitherigen Meetingrekord von 5,63m. Wenn die Bedingungen am Freitagabend stimmen, wird angesichts dieser gemeldeten Athleten der Rekord fallen.

Auch bei den Frauen könnte es einen neuen Meetingrekord geben. Die vielfache ukrainische Meisterin Maryna Kylypko hat eine aktuelle Bestleistung von 4,65 m stehen und ist vor wenigen Tagen in Prag 4,55 m gesprungen. Die Leverkuserin Katharina Bauer zeigt sich im Aufwärtstrend und könnte ihr Ergebnis von 4,30 m von den Deutschen Meisterschaften in Mössingen überbieten. Dies ist auch für die mehrfache polnische Meisterin Kamila Przybyla möglich.

Der Diskushüne David Wrobel ist praktisch Stammgast beim JUMP&FLY. Als bei den Deutschen Meisterschaften knapper Zweiter hat er die Olympiaqualifikation bereits in der Tasche. Ihm ist ein Siegerwurf um die 65m-Marke aus dem „schnellen“ Ring im Ernwiesenstadion durchaus zuzutrauen. Somit könnte auch hier der Stadion- und Meetingrekord von Martin Wierig (64,19 m) wackeln. Und Tim Nowak aus der Mehrkampfschmiede Ulm testet sich in Mössingen beim Diskuswettbewerb für den nächsten Zehnkampf. Vor heimischem Publikum wollen gleich mehrere Athleten der LG Steinlach-Zollern beim Diskus zeigen, was sie können. Allen voran Trainer und aktiver Athlet Niklas Kretschmer. Aber auch die Zehnkämpfer Kelmen de Carvalho, Finn Schulz und Joshua Kommer sowie Kelson de Carvalho steigen in den Ring und wollen die Scheibe so weit wie möglich hinausschleudern.

Beim Diskus der Frauen führt die Baden-Württembergische Juniorenmeisterin Antonia Kinzel vom SSV Ulm die Meldeliste an. Weitere Werferinnen kommen aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen nach Mössingen.

Beim Weitsprung der Männer darf man auf die Leistungen von Lokalmatador Gianni Seeger, TSV Gomaringen, gespannt sein, der mit seiner Weite von 7,34 m bei den Deutschen Meisterschaften nicht zufrieden sein konnte und in Mössingen zeigen könnte, dass er auch weiter fliegen kann. Dies gilt gleichermaßen auch für Max Kottmann, VfB Stuttgart und Florian Oswald, TSG Weinheim. Auch beim Weitsprung treten mit Maxim Castor, TSV Gomaringen, Joshua Kommer und Finn Schulz, beide LG Steinlach-Zollern, erfolgreiche Nachwuchsathleten mit an.

Die Weitspringerin Anna Bühler, VfB Stuttgart, nutzt das JUMP&FLY nach langer Verletzungspause für einen Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen. Konkurrenz werden ihr mehrere weitere 6m-Weitspringerinnen aus Baden-Württemberg und Bayern machen.

Erstmals wird im Ernwiesenstadion ein Dreisprungwettkampf ausgetragen. Dieser wurde auf Wunsch des Landestrainers kurzfristig ins Programm des JUMP & FLY aufgenommen, um den Dreispringerinnen und Dreispringern Möglichkeiten zur Qualifikation für Meisterschaften zu bieten. Dieses Angebot stößt auf großes Interesse, zahlreiche Meldungen zur Teilnahme liegen vor.

Das 11. JUMP & FLY 2021 ist das hochkarätigste Meeting in der Geschichte dieser LG Steinlach-Zollern-Premiumveranstaltung. Die große Leichtathletik kommt nach Mössingen ins überschaubare Ernwiesenstadion. Über einen professionellen Livestream können Sportinteressierte aus aller Welt die Wettkämpfe verfolgen. Die Technik-Crew hat sich im Vorfeld mächtig ins Zeug gelegt, um aus verschiedensten Perspektiven tolle Bilder live in die Welt zu schicken. Nach der positiven Entwicklung der Coronapandemie im Kreis Tübingen ist das Stadion zudem wieder für Zuschauer vor Ort geöffnet. Damit können die Sportinteressierten nun auch direkt an der Stadionbande die Spitzenwettkämpfe hautnah und authentisch erleben und mit Spannung verfolgen, wie die Tickets für die Olympischen Spiele oder Bestleistungen erkämpft werden. Der Eintritt ist in diesem Jahr frei. Die LG Steinlach-Zollern würde sich über eine freiwillige Spende jedoch freuen. Einlass ins Stadion ist ab 16.30 Uhr. Die seit 5 Tagen anhaltende Inzidenz unter 35 ermöglicht zudem, dass die Zuschauer für den Besuch des JUMP&FLY keinen Nachweis eines negativen Corona-Test mehr benötigen. Für die Athleten, Trainer/Betreuer und das Funktionspersonal gilt weiterhin eine Corona-Schnelltestpflicht. Die „AHA-Regeln“ sind dennoch von allen einzuhalten.

Beim Zutritt zum Stadion erfolgt eine Registrierung der Kontaktdaten der Zuschauer. Am besten, das pdf Formblatt (212 KB) dazu vorher ausfüllen und mitbringen, damit es beim Eingang schneller geht. Das Formblatt steht auch im Downloadbereich bereit. Beim Betreten des Stadions sind Schutzmasken zu tragen. Die Schutzmasken können im Stadion abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5m eingehalten werden kann. Das Betreten des Innenraums im Stadion ist nur den Athleten und dem Funktionspersonal gestattet. Für die Trainer sind Coachingzonen eingerichtet. Im Stadion und vor allem im Innenraum gelten strenge Hygieneregeln. Attraktive und interessante Wettkämpfe mit Zuschauern ja - aber das Ernwiesenstadion soll eine SARS-CoV-2-freie Zone bleiben, das ist unser gemeinsames Ziel.

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